Tourismus Business
2 min
12/02/2025
Sibylle Tannenberg

So identifizierte Florian Eckhardt seine profitable Nische im Städtetourismus

Positionierung
So identifizierte Florian Eckhardt seine profitable Nische im Städtetourismus

Florian Eckhardt startete 2020 mit klassischen Städtereisen und machte in den ersten vier Monaten null Umsatz.

Seine Wende kam durch systematische Kundenbeobachtung. Er analysierte 63 Anfragen, die er über seine Website erhielt, und stellte fest: 41 davon kamen von Eltern mit Teenagern zwischen 13 und 16 Jahren. Diese Gruppe suchte Städtetrips, die Jugendliche nicht langweilen. Standard-Sightseeing funktionierte nicht.

Die Recherche dauerte acht Wochen

Florian verbrachte zwei Monate damit, bestehende Angebote für diese Altersgruppe zu prüfen. Er fand landesweit nur drei Anbieter mit ähnlichem Fokus. Dann führte er 15 Telefonate mit Eltern aus seiner Anfragenliste und fragte nach konkreten Wünschen. Die Antworten waren überraschend spezifisch: Street-Art-Touren, Escape-Room-Kombis, Food-Märkte statt Restaurants.

Er testete sein erstes angepasstes Angebot in Hamburg.

Die Tour kombinierte Graffiti-Kunst im Schanzenviertel, einen Besuch im Dungeon und Street-Food am Hafen. Acht Familien buchten innerhalb von drei Wochen, nachdem er die Reise in zwei Facebook-Gruppen für Eltern vorstellte. Der Preis lag bei 890 Euro pro Familie für drei Tage.

Florians wichtigste Erkenntnis: Er fragte seine Nichtkunden, warum sie nicht buchten. Sechs nannten den Preis, neun sagten, die Angebote passten nicht zur Altersgruppe ihrer Kinder. Diese Rückmeldungen formten seine gesamte Positionierung neu und machten sein Business innerhalb eines halben Jahres profitabel.

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